Neo als Analogie zu Jesus?
Die Auferstehung Neos beweist - denkt man in neutestamentarischen Strukturen - , dass Neo tatsächlich der Auserwählte, ein Gottessohn, sein muss.
Doch betrachtet man den Beginn des Leben Jesu, eröffnet sich dort ein gewaltiger Unterschied zu der Filmgeschichte. Während der 12-jährige Jesus bei den Gelehrten im Tempel geblieben war und dort mit ihnen diskutierte, suchten seine Eltern verzweifelt nach ihm. Schon der junge Jesus wusste von seiner eigentlichen Bestimmung und nahm sie stets mit einem großen Selbstverständnis an. Neo reagierte auf die Nachricht, Morpheus halte ihn für den Auserwählten, nicht nur sehr skeptisch, sondern fast abwehrend. Bis zu seinem Tod war er der festen Überzeugung, nicht der Retter, der Erlöser zu sein - eine Überzeugung, in der ihn das Orakel auch bestätigte.
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